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Im Februar 1994 rief mich ein guter Bekannter an und eröffnete mir, dass er jemanden kennt, der unbedingt und auf der Stelle seine 14 Wochen alte Golden - Hündin „loswerden“ wollte.  
Da unser Bekannter wusste, dass ich immer von einem Golden Retriever geträumt habe, dachte er an uns.
Binnen 24 Stunden war Alles geklärt (Vermieter, Eltern wg. Urlaub o.ä., Ehemann ) und am nächsten Morgen kam Leila in unser Leben.
Sie war die Personifizierung aller guten Eigenschaften, die man sich von seinem Hund wünscht. Wir waren immer der Überzeugung, sie kann alles, außer lesen und schreiben.
Sie war eine große Hilfe beim Hausbau. Irgendwann hatten wir lauter einzelne Arbeitshandschuhe; seltsamerweise nur noch linke) .
Als ziemlich genau nach einem Jahr unser Sohn geboren wurde, war Leilas Glück perfekt. Sie war die Erste, die ihn daheim begrüßen durfte und damit war die Liebe bis zu ihrem letzten Tag besiegelt.
Die schönsten Bilder, die wir von dieser Zeit haben, sind die, auf denen die beiden gemeinsam auf der Couch schlafen.
Den (wirklich harmlosen) Pitbull aus der Parallelstraße, der mal sehen wollte, was da in dem Stubenwagen in der Frühlingssonne im Garten steht, hat sie ganz energisch und beherzt bis nach hause gejagt.

Als Leila 8 Jahre alt war, kam ich auf die Idee, ein zweiter Hund wäre doch schön. Und so kam Sila in unsere Familie.
Sie stammte aus einer Zucht, die ich im Nachhinein eigentlich gar nicht so nennen möchte. Mit gerade mal 7 Wochen rief die „Züchterin“ an, wir sollten doch unseren Hund abholen. Das taten wir dann auch, denn sie würde es bei uns auf jeden Fall besser haben.
Zwischen Leila und Sila gab es von erster Stunde an keinerlei Probleme. Sila musste nie um ihre Wurfgeschwister oder ihre Mutter trauern. Sie schlüpfte einfach unter Leilas Fittichen und die Welt war für sie in Ordnung.
Von Stund´ an war Leilas latentes Figurproblem erledigt. Die Kleine machte unsere bequem gewordene Hundedame wieder richtig flott.
Leider kam nach anderthalb Jahren der große Schock: Sila hatte Epilepsie. Mit Tabletten bekamen wir die Sache soweit in den Griff, dass die Anfälle mit (leider unregelmäßigen) Abständen erträglich waren.

2004 mussten wir dann unsere Leila einschläfern lassen. Sie war ihr ganzes Leben lang nie wirklich krank aber dann halt ein mal richtig.
Man weiß es ja, wenn man einen Hund hat, kommt irgendwann der Tag.
Aber wie schlimm es ist, kann man sich vorher nie vorstellen. Für unseren Sohn war es am schlimmsten, denn eine Welt ohne Leila kannte er ja gar nicht.
Sila suchte wochenlang nach ihrer Ersatzmama und machte es uns damit auch nicht gerade leichter.

Nachdem wir eigentlich keinen 2.Hund mehr wollten, kam nach einem halben Jahr doch der Entschluss, es bei einer gewissenhaften Züchterin zu versuchen.
Und so kam Candy kurz vor Weihnachten 2004 zu uns. Silas Welt war wieder in Ordnung und unsere auch.

Im April 2006 war dann der Punkt erreicht, an dem weder für Sila noch für uns die sich ständig steigernden Anfälle noch auszuhalten waren. Als sie nach einer Nacht mit 14 Anfällen einfach nicht mehr fit wurde, mussten wir uns schweren Herzens von ihr trennen.

Die Idee, mit Candy auf Ausstellungen zu gehen, war zu Anfang eigentlich nur ein Gag. Aber der Erfolg und der Spaß gab uns Recht und wir haben bei diesen Gelegenheiten sehr viele nette Leute mit ihren Hunden kennen gelernt.

Und jetzt warten wir sehnsüchtig auf die nächste Hitze unserer Candy, damit wir mit ihr zum Decken fahren können.
Und damit kommt wieder ein neues Kapitel unseres „Hundelebens“ auf uns zu....
 

 
         
 
 
       
       
       
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